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Die Anfangszeit · Jahreszahlen
Über die Frühzeit eines Krankenhauses in Rinteln ist wenig bekannt. 1342 wird bereits eine "Bruderschaft des Heiligen Nikolaus und unserer lieben Frau" erwähnt, die sich vermutlich mit Krankenpflege abgab. Nach der Einführung der Reformation (1559) entsteht das Hospital "Zum Heiligen Geist", am Kirchplatz 9, das der Kirche gehörte und später der Stadt als Altersheim diente. Dieses kleine Hospital kann bis 1835 als Vorläufer eines Krankenhauses gelten.
1835
Am 8. Januar 1835 bekommen die Rintelner die landesherrliche Genehmigung zur Errichtung eines eigenen Landeskrankenhauses.1836
Das erste Krankenhaus der Stadt wird in der Brennerstraße 24 ("Im Beutel"; heutiger Nikolai –Kindergarten) mit 2 Ärzten eröffnet.1850/51
In diesen Jahren wird das neue Landeskrankenhauses in der Klosterstraße gebaut. Der Träger ist das Kurfürstentum Hessen. Das L – förmige Gebäude steht an der Stelle des heutigen Rathauses II und hat 40 Betten.1913
Das Krankenhaus wird um 30 Betten und einen Operationssaal erweitert.1915-18
Im Ersten Weltkrieg dient das Krankenhaus als Hilfslazarett.1927
Einweihung eines Erweiterungshauses mit 30 Betten und einer Isolierstation. Das Landeskrankenhaus wird als mittelgroßer Typ eingestuft.1932
Die Trägerschaft des Landeskrankenhauses geht auf die Provinz Hannover über.1936
Der Kreis Grafschaft Schaumburg übernimmt die Trägerschaft des Krankenhauses, das ab jetzt als „Kreiskrankenhaus“ bezeichnet wird. Nach umfangreichen Umbauten wird ein weiteres Gebäude für das Krankenhaus und ein Schwesternwohnheim (rechts neben der Eulenburg) eingeweiht. Das Krankenhaus verfügt jetzt über 160 Betten.1941-45
Das Krankenhaus dient teilweise als Reservelazarett.1951
Im April 1951 werden die bisher im Krankenhaus tätigen Diakonie-Schwestern des Sangerhäuser Landpflegeverbands durch Freie Schwestern des Agnes- Karll -Verbands abgelöst.1955
Die Eulenburg wird zur Schwesternschule ausgebaut.1956
Das 2. Obergeschoss des Zersenhofs (Ostertorstr. 3) wird zum Schwesternwohnheim für ca. 30 Schwestern ausgebaut.1963
Kapazität des alten Kreiskrankenhauses: 270 BettenDie Entwicklung des neuen Krankenhauses auf dem Hopfenberg


1963-65
Bau des neuen Kreiskrankenhaus-Komplexes auf dem Hopfenberg mit Schwesternwohnheim und Personalbauten. Erster Spatenstich: 14.10.1963, Grundsteinlegung: 24.04.1964, Richtfest: 14.12.1964
1966
Am 01.11. 1966 wird das neue Krankenhaus in Betrieb genommen. Den Umzug der 180 Patienten übernimmt die 2. Kompanie des Sanitätsbataillons I. aus Bückeburg.1967
Am 19.01.1967 findet die offizielle Einweihung des neuen Krankenhauses durch den niedersächsischen Sozialminister Kurt Partzsch statt. Das neue Haus verfügt über 285 Betten und kostet 14,3 Millionen Mark – und ist damit seinerzeit das wichtigste und teuerste Bauprojekt der Kreisgeschichte.1973
Im April 1973 eröffnet das Kreiskrankenhaus eine eigene Kindertagesstätte für seine Angestellten.1984-92
Das Kreiskrankenhaus wird für insgesamt 24 Millionen DM umgebaut und modernisiert. Es bekommt unter anderem eine neue Fassade, neu gestaltete Eingangshalle mit einer Cafeteria und einem Verkaufskiosk. Alle Funktionsbereiche des Krankenhauses werden auf den neuesten medizinischen und technischen Stand gebracht.1994
Eröffnung der interdisziplinären Tagesklinik.1994-97
Das Bettenhaus wird komplett saniert.1997
Das Kreiskrankenhaus richtet ein Schlaflabor ein.1998
Einrichtung der ersten ambulanten Praxen am Krankenhaus: Neurologie und Orthopädie2003
Zum Anfang des Jahres werden alle Patientenzimmer des Kreiskrankenhauses mit eigenem Badezimmer ausgestattet.2005
Am 18. Juli 2005 geht die neue Interdisziplinäre Zentrale Aufnahmestation in Betrieb.Im November 2005 wird das Krankenhaus nach KTQ ( Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen ) zertifiziert. Ebenfalls im November findet eine Auftaktveranstaltung des Zentrums für die Gesundheit des Mannes im Kreiskrankenhaus Rinteln statt. Ein spezielles Präventionsangebot für Männer wird von nun an bereitgehalten.
2006
Am 1. 1.2006 eröffnet das Zentrum für Schwangere, Mütter und Väter „Emma“. Es bietet werdenden Eltern und Familien Hilfe und Beratung rund um die Schwangerschaft, die Geburt und das erste Lebensjahr des Kindes.2007
Das Kreiskrankenhaus Rinteln verfügt über vier Hauptfachabteilungen und eine Belegabteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Es beschäftigt rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.Am 11. Januar Beginn der Ausstellung zum 40-jährigen Bestehen des Kreiskrankenhauses Rinteln auf dem Hopfenberg in den Räumen der Sparkasse Schaumburg.